Krakau

14. Juli 2009

Vor einiger Zeit fragte mich mein Vater, ob ich Lust hätte, mit ihm, seiner Referendarin und ein paar Schülern der 12. Klasse für drei Tage nach Polen, genauer nach Krakau, zu fahren. Weil ich schon lange nicht mehr mit meinem Vater unterwegs gewesen bin, sagte ich zu.
Dienstag Abend gegen Neun Uhr startete unsere Expedition in das weit weit entfernte Krakau. Der Plan war, nachts zu schlafen und 12 Stunden später erholt aus dem Schlafwagen auf zu stehen und die Stadt zu besichtigen.
Zum Glück hatte ich mir Ohrenstöpsel besorgt!
Einschlafen war kein Problem, auch das Rattern des Zuges war eher beruhigend. So konnte ich auch noch tief und fest schlafen, als sich jemand aus der Gruppe in unser Abteil übergab. Yeah, was für ein Anfang! Zwar wurden die gröbsten Schäden beseitigt, aber der Geruch blieb… Pünktlich um neun hielt der Zug. Einziges Problem: nicht in Krakau. Dreißig Kilometer davor stand unser Zug und bewegte sich vorerst nicht. Als er es dann doch tat, fuhr er rückwärts. Dies war der Beginn einer nicht ganz so wundervollen Verspätung von 6 Stunden. Hin, zurück, im Kreis und das mit dem leichten Geruch von Erbrochenem im Abteil.
Als wir im Hostel ankamen, waren wir sehr positiv überrascht. Große, ruhige und saubere Zimmer, nettes Frühstück und komfortable Duschen. Sehr zu empfehlen, bei niedrigem Preis und direkter City-Lage.
Abends ginge

Ausschwitz. Ein Eindruck.

Ausschwitz. Ein Eindruck.

n wir echt polnisch essen. Sehr lecker, ihr müsst uunbedingt wenn ihr mal da seid, gebackene Piroggen probieren.
Der zweite Tag begann viel ausgeschlafener. Wir hatten eine Führung durch Ausschwitz und das Nebenlager Birkenau. Auch wenn von beiden Lagern nicht mehr viel übrig ist, so ging mir der Besuch schon sehr nahe. Man bekommt einen Eindruck von den Verhältnissen und von der angsteinflößenden Atmosphäre.
Unseren letzen Tag verbrachten wir in der Stadt. Wir besuchten das Schindler-Museum (sehr enttäuschend, überhaupt nicht lohnenswert!) sowie noch ein zweites Museum über einen Apotheker, der viele Menschen aus dem Krakauer Ghetto gerettet hat und das Ghetto selbst sowie eine jüdische Synagoge. Als Abschluss sind wir dann lecker jüdisch (wenn auch nicht koscher) essen gegangen. Das jüdische Viertel ist auf jeden Fall sehenswert!

Außenmauer des jüdischen Friedhofs, gebaut aus Überresten von, durch die Nazis zerstörten, Grabsteinen

Außenmauer des jüdischen Friedhofs, gebaut aus Überresten von, durch die Nazis zerstörten, Grabsteinen

(Wer einen Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten. Und mir bescheid sagen.)

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