Klimaweihnachten

7. Dezember 2009

Ich melde mich hiermit an meine Aussenwelt zurück.

Nach einem anstrengenden Start ins Unileben bin ich erst mal verschüttet gewesen. Irgendwo zwischen Mathe-, Physik und Chemieaufgaben habe ich mich die letzten Monate von Woche zu Woche geschleppt. Damit aber genug gequengelt ;) .

Es wurde besser und gestern habe ich das erste mal seit Beginn der Uni richtig ausgeschlafen :D !

So, jetzt zum Thema.

Ich habe grade den sehr schönen Artikel über Klimawandel auf Sohle´s Blog gelesen und ein wenig darüber nach gedacht. Wir, also meine Mutter und ich, sind genau genommen absolute Klimasünder. Nicht, weil uns das Klima egal wäre, sondern einfach mangels ausreichender “Organisation”.

Was bei uns an Essen im Müll landet ist echt zum Mäuse melken. Wenn ich einkaufen gehe, überlege ich mir vorher: “Was will ich kaufen?” , “Wie lange muss das Eingekaufte reichen?”, “Wie viel brauche ich also?” und kaufe davon dann noch ein bisschen weniger. Die Strategie hat sich echt bewährt, wenn doch mal etwas alle ist, dann muss man halt noch mal los, aber das kommt selten vor. Meistens überschätzt sich der Mensch in seinen Ansprüchen.

Meine Mutter dagegen kauft eher planlos und viel ein. Dabei vergisst sie natürlich die Sachen, die ich gerne essen würde, weshalb ich dann auch noch mal los muss. Das Essen was sie “für mich” gekauft hat, wird zu 70% überhaupt nicht gegessen. Ich sehe dann doch nicht ein, warum ich ekliges essen sollte, wenn ich es nicht gekauft habe.

Mein Plan, im Zwischensemester aus zu ziehen, wird meine Öko/Klima-Bilanz hoffentlich rehabilitieren. In den eigenen Wänden ist es leichter, die eigenen Vorstellungen um zu setzen, weil man nicht ständig auf widerstand stößt.

Ich habe vor, Klimavegetarier zu werden. Das bedeutet, aus Klimatischen Gründen auf Fleisch zu verzichten. Trotzdem möchte ich nicht zu den Leuten gehören, die anderen Vorträge á la “Weißt du nicht wie schlimm Rindfleisch ist?!” halten, wenn diese grade ein Steak verputzen. Vorbild ist besser als Abschreckung ;-)

Besonders ist mir aufgefallen, wie unsinnig unser weg-werf-Verhalten ist, als ich auf die Idee gekommen bin, meine alten Spielsachen bei Ebay ein zu stellen. Ich meine, ich habe als Kind jedes Jahr irgendwas “großes” (=teuer) bekommen und kann mich doch nicht daran erinnern, jemals wirklich mit den meisten Sachen gespielt zu haben.

Bei meinen Kinder möchte ich das so halten, dass es Dinge gibt, die es nur zu Weihnachten gibt (Puppenhaus, Kaufmannsladen, Eisenbahn etc.) und den Rest des Jahres wandert das wieder in der Keller. Dafür kriegen sie dann jedes Jahr Kleinigkeiten wie neue Puppenkleider, Verkaufsgegenstände, Autos dazu.

Mal sehen, ob ich mich in 10 jahren an den Gedanken noch erinnern kann ;-)

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