Abistreich

25. Juni 2009

Unser Abistreich hat wider erwarten viel über unseren Jahrgang ausgesagt. Ich meine damit nicht das Thema „Mit uns kam die Wende“, weil keiner von uns von dieser Wende etwas mitbekommen hat ausser „Ach, du bist ein Wendekinde? Und wie ist das so? Fühlst du dich mehr als Ostler oder Westler?“. Und immer wieder wurde geanstwortet „Nichts gemerkt, alles normal. Und ich fühle mich als Berliner.“

Nein, der Abistreich hat nochmal das unterstrichen, was schon das Abibuch gezeigt hat. Große Erwartungen, große Aufmachung, miese Umsetzung und kein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Geplant war ein großer Aufbau, mit Tischen und Stühlen als Tribünen für die anderen Schüler und eine große symbolische Mauer aus Schuhkartons sowie ein ganz toller Jahrmarkt. Nur leider fühlten sich nur wenige der anwesenden (ca. 20) Jungs dazu in der Lage, irgendwie zu helfen. Schließlich hat man nur einmal im Leben die Möglichkeit, mit Wasserpistolen auf 7. Klässler zu schießen!

Nachdem also zur 2. Stunde der Aufbau nicht mal annähernd fertig war, begann der ganze Spaß. Unser Moderator schien nur leider erst seit ein paar Minuten zu wissen, dass ihm diese Aufgabe zugefallen war. Das fiel dann aber auch nicht mehr ins Gewicht, weil die Schüler, die nicht in der ersten Reihe standen oder sehr groß waren, eh nicht sehen konnten, was vor sich ging. Die Lehrer erschienen nach etlichen Aufforderungen erfreulicher weise sehr Zahlreich. P1020744Das Konzept war, sie in Ost- und Westteams ein zu teilen und dann gegeneinander antreten zu lassen in so lustigen Spielen wie Karaoke, Bobbycar Wettrennen oder auf Zeit ein Westpaket ein und aus zu packen. Man muss wirklich betonen, dass sich die Lehrer sehr viel Mühe gegeben haben, auch wenn mir nie ganz klar war, wer zu welchem Team gehört und wer das Spiel gewonnen hatte. Dann wurde die Mauer niedergetrampelt und der offizielle Teil war, etwas zu schnell, vorbei.

Ich denke, der Jahrmarkt ist gut gelaufen. Es gab Zuckerwatte und Sackhüpfen, Äpfelangeln und Dosenwerfen, Süßigkeiten und Luftballons. Nur leider waren die Stände eindeutig zu wenig für die vielen Schüler,abibuch 2009 so langweilte sich doch der Großteil von ihnen die meiste Zeit. Schade, es hätte so schön sein können.

Das Abibuch und das Abishirt hab ich auch mittlerweile.
Das Abibuch sieht ziemlich cool aus, aber leider auch nur von Außen. Hardcover und ein farbiger Umschlag lassen einen soliden Eindruck entstehen, was auch den Preis rechtferitgen würde. Nur die absolut miserable Qualität der einzelnen Seiten macht das ganze unbrauchbar. Ungefähr 80% der Texte sind nicht lesbar, viele Bilder entstellt. P1010002Ein Abibuch-Teammitglied sagt mir dazu folgendes: „Letztendlich ist das die Schuld von einzelnen, die zu faul waren, irgendwelche Computerexperten anzuheuern, die das Pixel-problem hätten lösen können. Und jetzt bemitleiden sie sich selbst. Aber für mich ist das einfach nur ein Zeichen von Unfähigkeit.“ Ich kann dazu nur ergänzen, dass die einzelnen zwar zu faul waren, aber es auch typisch für den Jahrgang ist, dass die, die es besser machen wollten (und die gab es!) überhört wurden. Ach, und das Logo auf unserem Abishirt ist vom Jahrgang 05 geklaut. Wenigstens  hab ich jetzt ein Shirt, dass genauso wie Bastis aussieht! Find ich klasse. :)

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